Die Beteiligung am französischen Bezahldienstleister Worldline wird immer weniger wert. Die Schweizer Börsenbetreiberin hält einen Anteil von 10,5 Prozent.

Worldline hat am Mittwoch mit enttäuschenden Umsatzzahlen und einer verhaltenen Guidance für einen Kurssturz gesorgt. Die Aktien notieren knapp 17 Prozent tiefer.

Das französische Unternehmen für digitalen Zahlungsverkehr meldete für 2024 ein organisches Umsatzwachstum von 0,5 Prozent auf 4,63 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA sank um 3,7 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro und das Nettoergebnis ging um rund 178 Prozent auf 434 Millionen Euro zurück. Der freie Cashflows brach um 43 Prozent auf 201 Millionen Euro ein.

Neuer CEO übernimmt

Worldline hatte im vergangenen Jahr eine Reihe von Gewinnwarnungen abgeben müssen. Am Dienstagabend wurde noch vor der Zahlenvorlage mit Pierre-Antoine Vacheron ein neuer CEO präsentiert, der den Posten per 1. März übernehmen wird. Sein Vorgänger Gilles Grapinet hatte das Unternehmen bereits Ende September 2024 verlassen. Übergangsweise stand Marc-Henri Desportes am Ruder.

Der neue Unternehmenschef will nun Laufe des Jahres eine detailliertere Strategie präsentieren. Vacheron war zuvor Chef von Natixis Payments, einer Einheit der französischen Bank BPCE. Von Analysten wurde die Wahl eines externen Kandidaten positiv gewertet.

Aktienhoch während der Pandemie

Die Aktien von Worldline hatten während der Pandemie ein Allzeithoch bei rund 84 Euro erreicht. Aktuell notieren sie auf gerade einmal noch 6.18 Euro.

«2024 war ein Jahr der Transformation und Neuausrichtung», sagte Finanzchef Gregory Lambertie bei der Zahlenvorlage. «Im Jahr 2025 bereiten wir uns darauf vor, wieder auf die Beine zu kommen.»

Für 2025 erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum auf dem Niveau des vergangenen Jahres. Ein Update zur Guidance soll mit den Quartalszahlen im April gegeben werden.

Das in Paris ansässige Fintech-Unternehmen ist hinter der niederländischen Adyen einer der grössten Anbieter von Zahlungsdienstleistungen in Europa.

Die Beteilgung an Worldline hatte bei der SIX bereits zuvor für hohe Abschreibungen gesorgt.