Diese Investmentbank lockt mit Barem

Alle Banken setzen auf kleinere Boni, die nicht bar ausgezahlt werden, sondern etwa in Aktien und Optionen. Alle? Nein, mindestens eine Investmentbank lockt mit Cash-Boni.

«Sie können mit nicht-baren Boni keine Lebensmittel kaufen, keine Häuser abbezahlen», schreibt die Führung der Investmentbank Jefferies in einem internen Memo, welches der Nachrichtenagentur «Bloomberg» vorliegt.

Trotzdem zwinge ein grosser Teil der Wettbewerber den Angestellten extrem hohe Anteile solcher nicht-Baren Kompensationen auf. Viele Banken deckeln die Boni oder zahlen diese zum Beispiel in Aktien oder Optionen aus, die eine bestimmte Zeit gehalten werden müssen.

Bar ausgezahlt

Jefferies mache den Trend nicht mit. Man werde die Boni per Ende Jahr in sofort verfügbarem Barem auszahlen. Auch wenn es die Angestellten wohl freut – im Sinne der Regulatoren ist das nicht. Diese halten die Institute an, nachhaltigere Boni auszuzahlen, damit Angestellte nicht wegen der schnellen Belohnung hohe Risiken eingehen.

2011 konnten die Angestellten sich noch aussuchen, ob sie ihre Boni in Aktien oder bar wollten. Bar ging damit allerdings eine Reduktion um 25 Prozent einher. Von einer solchen Reduktion ist im aktuellen Memo keine Rede. Für die Bank ist der Schritt auch eine Möglichkeit, Personal zu rekrutieren, welches mit den neuen Regeln beim alten Arbeitgeber vielleicht unzufrieden ist.

Selbst Probleme gehabt

Jefferies selbst hatte im vergangenen Jahr im Rahmen der Eurokrise mit einem massiven Wertverlust zu kämpfen. Vor etwa einem Monat kaufte nun der grösste Anteilseigner, Leucadia, die Bank ganz auf.