Die von US-Präsident Donald Trump eingeführten Zölle auf Warenimporte in die USA werden nach Ansicht von CEO Sergio Ermotti die UBS indirekt auch betreffen.
UBS-CEO Sergio Ermotti hat sich an einem Panel auf der Anlegermesse «Finanz’25» am Donnerstag in Zürich auch zu den am Vorabend von der Trump-Regierung verhängten Zölle geäussert. Statt von einem «Liberation Day», wie Trump es nennt, oder einem «Recession Day», wie es manche Marktkommentatoren getauft haben, sollte man es liebe den «Unsicherheits-Tag» nennen, sagte Ermotti.
Die Grossbank UBS werde von den Zöllen nur indirekt betroffen. «Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in den nächsten Wochen erhöhte Volatilität sehen werden ist hoch», sagte der Bank-Chef.
Man müsse abwarten, was in den kommenden Wochen und Monaten passiert. «Wir gehen davon aus, dass es auch intern in den USA, sei es über Gerichte oder politische Prozesse, Gegenwind gegen die Zölle geben wird. Das hat auch wirtschaftliche Folgen für die USA.»
Lange Verhandlungsphase erwartet
«Wir rechnen damit, dass rund die Hälfte der betroffenen Länder eine Lösung und Kompromisse mit den USA finden werden und damit Erleichterungen erreichen.» Vieles werde davon abhängen wie die Reaktionen der betroffenen Länder mit Gegenmassnahmen ausfallen werden und wie die Auswirkungen auf die Inflation sein wird, die bereits jetzt in einigen Ländern weiter über den Zielen der Notenbanken liegen.
«Die Konsequenzen für die Weltwirtschaft sind ziemlich gross.» Das werde man bei den Investitionen spüren und auch Auswirkungen auf das Bankgeschäft haben, etwa bei der M&A- oder IPO-Pipeline.
Auf die Frage von Moderator Dirk Schütz, ob die gegen die Schweiz verhängten Zölle von 32 Prozent, und damit mehr als die 20 Prozent der EU, gerechtfertigt seien oder nicht, wollte Ermotti kein Antwort geben.
«Gut gerüstet, auch damit umzugehen»
Die negative Aktienreaktion bei der UBS erklärte Ermotti mit der Korrelation zwischen Bank und Wirtschaft. «Finanzdienstleistungen sind nicht betroffen und wir haben eine starke Präsenz in den USA.» Aber wenn die Schweizer Wirtschaft oder die der Nachbarländer in Mitleidenschaft gezogen werden, dann werde das auch die UBS spüren.
«Wir haben uns in den vergangenen Jahren daran gewöhnt, mit Krisen umzugehen. Das ist fast schon die neue Normalität geworden. Wir sind gut gerüstet, auch damit umzugehen.»
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