Drei ehemalige US-Kunden der UBS eingeklagt

In den letzten drei Jahren haben US-Steueranwälte gegen rund 40 US-Kunden der UBS, Credit Suisse oder HSBC Anklage wegen Steuerbetrugs eingereicht.

Die beiden ex-UBS-Kunden mit amerikanischer Staatsbürgerschaft, Stephan M. Kerr und Michael Quiel, sind in Phoenix Arizona zusammen mit Christopher M. Rusch, einem ehemaligen Anwalt aus San Diego wegen Steuerbetrug eingeklagt worden.

Kerr und Quiel sollen ihre Konten bei der UBS und einer Panama-Bank mittels Offshore-Firmen gegenüber den US-Steuerbehörden verheimlicht haben. Diese liessen beide vom gleichen Anwalt Rusch in Panama verwalten, berichtet «Bloomberg» mit Verweis auf die Klageschrift.

Golfkurs via Panamagesellschaft bezahlt

Gemäss dieser soll Rusch zum Beispiel für Kerr via die Panamafirma einen Golfkurs in Colorado bezahlt haben. Er soll wiederholt Gelder aus der Schweiz via Panama in die USA geleitet haben, auch für weitere US-Bürger. Rusch wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Stephan Kerr soll 2007 auf diese Art Vermögen über 5,6 Millionen Dollar vor der US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) versteckt haben. Bei Michael Quiel geht es um 2,6 Millionen Dollar.

Diese beiden Ex-UBS-Kunden haben weiter gemeinsam, dass sie beide Venture-Capital-Firmen führten: Kerr die CCN Worldwide Inc., Quiel die Legend Advisory Corp.