Walliser KB schreibt ein kleines Plus beim Jahresgewinn

Die Walliser Kantonalbank hat einen leicht höheren Jahresgewinn ausgewiesen. Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft hat nur wenig nachgegeben.

Die Walliser Kantonalbank (WKB) hat 2024 trotz der tiefern Zinsen einen stabilen Gewinn ausgewiesen. Davon profitieren auch die Aktionäre.

Der Geschäftserfolg ging im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig um 1,6 Prozent auf 154,1 Millionen Franken zurück, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Unter dem Strich resultierte beim Jahresgewinn ein kleines Plus von 0,1 Prozent auf 90,5 Millionen Franken.

Die Kundenausleihungen seien in einem «dynamischen und hart umkämpften Hypothekarmarkt» um 4,5 Prozent auf 15,5 Milliarden Franken gestiegen. Die Finanzanlagen belaufen sich auf insgesamt 1,5 Milliarden (+3,4 Prozent).

Bilanzsteuerung angepasst

Der Zinsertrag verbesserte sich um 5,1 Prozent auf 359,1 Millionen Franken. Dieser sei von der Entwicklung im Hypothekargeschäft und den Erträgen aus Finanzanlagen getragen worden. Als Reaktion auf die verschiedenen geldpolitischen Entscheide der SNB in den letzten 24 Monaten habe man die Bilanzsteuerung dynamisch angepasst.

Der Zinsaufwand stieg unter anderem aufgrund der höheren Verzinsung der Kundeneinlagen sowie der gestiegenen Refinanzierungskosten um mehr als 26 Prozent. Der Netto-Zinserfolg ging dadurch um 0,8 Prozent auf 225,6 Millionen Franken zurück.

Höhere Ausleihungen und Kundengelder

Die Kundenausleihungen erhöhten sich um 4,5 Prozent auf 15,5 Milliarden Franken und die Kundengelder um 3,7 Prozent auf 12 Milliarden Franken. Das Verwaltete Vermögen der WKB betrug per Ende 2024 16,5 Milliarden Franken, ein Anstieg um 6,9 Prozent.

Das Wachstum der Kundengelder spiegele auch das Vertrauen der Kunden in die Bank wider. Weitere Refinanzierungsquellen waren Obligationenanleihen und Pfandbriefdarlehen, die um 606 Millionen Franken auf 5,4 Milliarden Frankenanstiegen.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft legte um 4,6 Prozent auf 48,5 Millionen Franken zu. Das spiegele die positive Dynamik des Anlage- und Vermögensverwaltungsgeschäfts wider, heisst es weiter. Insgesamt blieb der Ertrag mit einem leichten Minus von 0,7 Prozent auf 294,8 Millionen Franken auf einem «hohen Niveau».

Kosten nur leicht höher

Auf der Kostenseite stieg der Geschäftsaufwand um 0,7 Prozent auf 128,3 Millionen Franken. Die Cost-Income-Ratio erreichte tiefe 43,5 Prozent nach 42,9 Prozent im Vorjahr.

Den Aktionäre wird eine um 15 Rappen höhere Dividende von 4.00 Franken vorgeschlagen. An die öffentlichen Hand wird damit eine Summe von 67,8 Millionen Franken ausgeschüttet, wie die WKB weiter schreibt.

Ergebnisse auf hohem Niveau erwartet

Für das laufende Jahr zeichne sich eine Erholung der Weltwirtschaft ab und die Tendenz zur Normalisierung der Inflation dürfte sich fortsetzen. «Da die SNB ihre Geldpolitik markant gelockert hat, scheint ihr Handlungsspielraum nun begrenzter zu sein. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der Unsicherheiten, die sich auf die Finanzmärkte auswirken können, erwartet die WKB einen erhöhten Druck auf ihre Ergebnisse, die jedoch auf hohem Niveau bleiben dürften», heisst es weiter.