Zuger Kantonalbank entgeht (noch) den Negativzinsen
Ein Gewinn auf Vorjahreshöhe und eine unveränderte Dividende. Das sind die beiden wichtigsten Informationen zum Geschäftsjahr 2014 der Zuger Kantonalbank. Im laufenden Jahr geht das Staatsinstitut von «sehr anspruchsvollen Rahmenbedingungen» aus.
Mit aktivem Bilanzmanagement und durch weiteres Wachstum bei den Kundenausleihungen brachte es die Zuger Kantonalbank (Bild: Geschäftssitz am Bahnhof in Zug) im vergangenen Jahr auf einen Gewinn von 61,2 Millionen Franken, wie sie am Dienstag mitteilte. Das Ergebnis entspricht demjenigen von 2013.
Der Generalversammlung vom 2. Mai 2015 will die Zuger Kantonalbank eine Dividende von unverändert 175 Franken pro Aktie beantragen. Damit schüttet das Institut 82,5 Prozent des Jahresgewinns an die Eigentümer aus.
Limitierende Faktoren
In ihrem Kerngeschäft – dem Zinsgeschäft – stagnierten die Erträge, während die Erträge im Kommissionsgeschäft – um Sondereffekte bereinigt – leicht abnahmen. Limitierend hätten sich das «ruhige» Handelsgeschäft sowie ein Rückgang bei den Vertriebskommissionen ausgwirkt, heisst es weiter. Die Umstellung der Pensionskasse der Bank vom Leistungs- auf das Beitragsprimat und die Senkung des technischen Zinssatzes belasteten die Erfolgsrechnung mit einer einmaligen Zuweisung von 18,5 Millionen Franken.
Die der Bank im vergangenen Jahr anvertrauten Kundengelder nahmen um 2,1 Prozent auf 9,1 Milliarden Franken zu. Der Netto-Neugeldzufluss im Anlagegeschäft erreichte erfreuliche 162 Millionen Franken, wie am Dienstag weiter zu erfahren war.
Unterhalb der SNB-Grenze
Im laufenden Jahr geht die Zuger Kantonalbank «sehr anspruchsvolle Rahmenbedingungen» aus. Die Zinsen würden noch für längere Zeit auf sehr tiefem Niveau verharren. Die Liquidität der Zuger Kantonalbank sei hoch, bewege sich aber unterhalb der Grenze, ab welcher der Schweizerischen Nationalbank Negativzinsen zu bezahlen seien.
Die negativen LIBOR-Zinssätze machten Massnahmen zur Absicherung der Zinsänderungsrisiken wirtschaftlich äusserst unattraktiv. Dies könne sich negativ auf das Zinsergebnis 2015 auswirken, schreibt das Staatsinstitut weiter.
Forcierte Ausleihungen
Wachstumsperspektiven ortet die Bank in der Bautätigkeit im Kanton. Diese Bautätigkeit werde ein wesentlicher Treiber der Konjunktur bleiben, heisst es weiter. Im Rahmen der bestehenden Kreditpolitik will die Bank die Ausleihungen an Kunden daher ausdehnen. Ebenfalls wachsen will die Zuger Kantonalbank im Anlagegeschäft.