Credit Suisse wird zur Kasse gebeten

Wegen einer offenbar fehlerhaften Verarbeitung von Aufträgen wird die Credit Suisse in Australien von den Regulatoren gebüsst.

Die Australian Securities and Investments Commission (ASIC) büsst die Credit Suisse (CS) mit einer Strafe von 95'000 australischen Dollar, wie das australische Portal «Money Management» berichtet. Der Betrag entspricht umgerechnet rund 80'000 Schweizer Franken. 

Gemäss ASIC habe das System zur automatischen Auftragsverarbeitung innerhalb des Aktienhandels der CS Kapitalmassnahmen von Unternehmen nicht richtig verarbeitet, was dazu geführt habe, dass die Effizient und Integrität des Marktes beeinflusst wurde und dieser daher für gewisse Titel nicht fair und geregelt gewesen sei.

Alarm nicht ausgelöst

Konkret habe das Automated Order Precessing (AOP) System der Schweizer Grossbank bei einem Aktienverkauf für einen Kunden die Wertveränderung der Titel der Hastie Group infolge einer Aktienzusammenlegung nicht berücksichtigt.

Der von der CS verarbeitete Preis lag 48 Prozent unter dem neuen Preis der Titel und hätte daher beim eingegebenen Verkaufspreis im AOP eine Alarmmeldung auslösen sollen. Die Bank hingegen führte den Verkauf durch, was zu einem Preissturz bei den Hastie-Titeln führte.

Die CS habe den Fehler erst bemerkt, als sie eineinhalb Stunden später von der ASIC kontaktiert wurde, schreibt «Money Management».