Lohnrally in Asien nähert sich dem Ende

Derzeit ziehen die Löhne für Private Banker in Asien noch immer an. Dieser Trend soll sich bald einem Ende nähern, sagt Falcon-CEO Eduardo Leemann.

In Sachen Kompensation für Banker steht derzeit Asien an der Weltspitze, wie finews.ch berichtete. Gutes Personal ist rar und die Arbeitskräfte in der Region werden entsprechend fürstlich entlöhnt. Gemäss Eduardo Leemann, CEO der Schweizer Falcon Private Bank, müssen sich die asiatischen Banker auf härtere Zeiten einstellen.

«Momentan habe ich noch keine Abschwächung des Kompensationsanstiegs gesehen, doch anhand der globalen Situation im Private Banking wird er langsamer», sagt Leemann im Interview mit «Bloomberg». Auch Asien werde den Druck auf das Private Banking zu spüren bekommen, da aufgrund der Schuldenkrise in Europa ein starker Margendruck herrsche und die Banken auf Sparkurs fahren, fügt Leemann an.

Margendruck führt zum Sparen

«Es wird gegen Ende 2011 zu einer Abschwächung kommen. 2012 und 2013 werden wir kaum einen Anstieg zwischen 20 und 30 Prozent in der Entlöhnung für asiatische Kundenberater sehen» so Leemann.

Zwar wird in der Region noch immer von einem starken Wachstum im Private Banking von bis zu sechs Prozent ausgegangen, schreibt «Bloomberg». Und auch die Falcon Private Bank will ihr Asiengeschäft vorantreiben, doch der Margendruck werde die Personalkosten zur Priorität machen, sagt Leemann. «Unsere Kunden sind seit 2009 konservativer geworden. Die schlechte Nachricht ist, dass sie mehr Cash-Positionen und qualitativ hochstehende Anleihen halten, was bedeutet, dass die Margen tiefer sind», fügt Leemann an.