Die Schweizer Tochter der italienischen Banca Popolare di Sondrio hat 2024 ein Rekordergebnis erzielt. Der Rückschlag im Zinsgeschäft wurde durch Gewinne auf Währungswaps kompensiert, weil sich die Bank in Euro refinanziert. Auch die Einlagen und Ausleihungen sind gestiegen.

Die Banca Popolare di Sondrio (Suisse) hat ein Rekordjahr hinter sich. Der Betriebsgewinn, abzüglich Abschreibungen und Rückstellungen, betrug 37 Millionen Franken (+3 Prozent), der Gewinn (Periodenergebnis) 29,3 Millionen (+4 Prozent). Es handle sich um die besten Ergebnisse, welche die BPS (Suisse) je erzielt habe, heisst es in der Mitteilung vom Dienstagabend.

Im Zinsgeschäft musste die BPS (Suisse) allerdings einen starken Dämpfer hinnehmen. Der Zinserfolg reduzierte sich um 36 Prozent auf 21,9 Millionen Franken. Grund dafür sind die – im Vergleich zu den Erträgen aus fast ausschliesslich in Franken gewährten Krediten – höheren Refinanzierungskosten in Euro.

Wie verloren so gewonnen...

Die Kundeneinlagen erreichten 5,9 Milliarden Franken, ein Plus von 5 Prozent. Der Zufluss von Nettoneugeld wird als «signifikant» bezeichnet, aber nicht quantifiziert. Die Kundenausleihungen stiegen um 2 Prozent auf 5,6 Milliarden Franken. Davon entfallen 5,1 Milliarden (+3 Prozent) auf Hypotheken.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft belief sich auf 25,5 Millionen Franken.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft und den Fair-Value-Option stieg um 20 Prozent auf 75,3 Millionen Franken. Hier profitierte die Bank von den Währungsswaps, die sie abgeschlossen hatte, um die (relativ teuer beschafften) Euros in Franken für die Kreditgewährung umzutauschen.

Ehemaliger EBK-Direktor im Verwaltungsrat

Der Anstieg des Betriebsaufwands hielt sich mit 3 Prozent auf 82,4 Millionen Franken in Grenzen.

Die 1995 als Bank nach Schweizer Recht gegründete BPS (Suisse) beschäftigt 378 Personen (+9) und verfügt über 21 Geschäftsstellen. Sie ist eine hundertprozentige Tochter der italienischen Banca Popolare di Sondrio. Im Verwaltungsrat sitzt übrigens ein Mann, der in der Schweizer Bankenszene ziemlich bekannt ist: Daniel Zuberbühler, früher Direktor der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK).