Der erste Schweizer ETP auf «Kunstwerke in Museumsqualität»
Helveteq und Artex Global Markets spannen für die Lancierung des ersten börsengehandelten Produkts auf Kunstwerke zusammen. Sie wollen spezifisch Schweizer Anleger ansprechen.
Wie kann man in Kunst investieren? Man kann Gemälde, Skulpturen oder andere Kunstgegenstände natürlich direkt erwerben – und sich einfach daran erfreuen. Oder man kann dies indirekt über einen Fonds oder aktiv gemanagte Zertifikate (AMC), wie sie etwa Partasio anbietet, tun und dann auf eine Wertsteigerung hoffen.
Nun eröffnet sich ein weiterer Weg, um indirekt in Kunst zu investieren. Die von Roger Studer (Ex-Vontobel) und Christian Katz (Ex-SIX) gegründete Helveteq lanciert Exchange Traded Products (ETP) auf «Kunstwerke in Museumsqualität» mit einem Marktwert von 30 Millionen Franken. Helveteq arbeitet dazu mit Artex Global Markets (Artex GM) zusammen, die sich in der Mitteilung vom Mittwoch als die weltweit erste regulierte Handelsplattform für Kunst bezeichnet.
Kunst soll als Anlageklasse über das Bankensystem zugänglich sein
Artex GM hat die Ambition, Kunst in eine regulierte alternative Anlageklasse verwandelt, die über das Bankensystem zugänglich ist. Der nun angekündigte ETP geht in diese Richtung.
«Unsere Aufgabe ist es, die Kluft zwischen der Kunstwelt und den Finanzmärkten zu überbrücken», sagt Cosimo Donati, CEO von Helveteq. «Ich bin stolz darauf, dass wir gemeinsam mit Artex den Investoren Meisterwerke in Museumsqualität als neue, unkorrelierte Anlageklasse zugänglich machen, die die Portfolioperformance für Schweizer Anleger und Sparer verbessern kann.»
Eine Spur nach Vaduz und zur SIX
Und Yassir Benjelloun-Touimi, Mitgründer und CEO von Artex GM ergänzt: «Anleger können nun in ikonische Meisterwerke investieren – Vermögenswerte, die einst den reichsten Sammlern vorbehalten waren – und von der Wertsteigerung dieser begehrten Werke profitieren.»
Der zweite Mitgründer der seit 2020 operativen Artex GM ist Prinz Wenzel von Liechtenstein, und auch die SIX hat sich 2023 an dem Unternehmen (Artex MTF) beteiligt. Die Plattform ist in Vaduz domiziliert und wird von der Finanzmarktaufsicht des Fürstentums reguliert.