Birkenfelds Ex-Anwalt will goldenen Fallschirm

Das ehemalige Anwaltsbüro des früheren UBS-Mitarbeiters Bradley Birkenfeld will 13 Millionen Dollar von dessen Entschädigung als Prämie kassieren.

Die in Washington ansässige Anwaltskanzlei Schertler & Onorato vertrat den Ex-UBS-Angestellten Bradley Birkenfeld auf seinem Weg als Whistleblower zwischen 2006 und 2008. Ursprünglich hatte er die Anwälte angestellt, um ihn zu beraten, wie er am besten das Vorgehen der UBS im Umgang mit US-Steuerflüchtlingen der US-Steuerbehörde IRS kommuniziert.

Im Gegenzug verlangte das Anwaltsbüro 12,5 Prozent der Entschädigung, die Birkenfeld im Rahmen des Whistleblower-Gesetzes als Belohnung für die Denunzitation seines Arbeitgebers winkte, wie die US-Zeitung «San Francisco Chronicle» berichtet. Birkenfeld erhielt für seine Whistleblower-Dienste von der IRS 104 Millionen Dollar.

Im Jahr 2008 trennte sich Birkenfeld von Schertler & Onorato, also noch bevor ihm selber der Prozess gemacht wurde und er seine Gefängnisstrafe antreten musste. Damit sei der Anspruch auf die 12,5 Prozent Prämie verloren gegangen, argumentiert der jetzige Anwalt von Birkenfeld.

Der Fall ist derzeit vor einem Schiedsgericht und wartet auf einen ersten Entscheid, wie der «San Francisco Chronicle» berichtet.