Fifa-Coup: Arbeiten eigentlich Hellseher für die «New York Times»?
Die renommierte «New York Times» hat in der jüngsten Fifa-Berichterstattung die Konkurrenz um Längen geschlagen.
Vor allen anderen Medien hatte sie die Story über die am frühen Mittwochmorgen durchgeführte Verhaftung der Fussball-Funktionäre in Zürich online. Wie schnell sie war, zeigt dieser Screenshot der ersten Story:
Man beachte das Datum der Publikation: 26. Mai. 2015. Die Polizeiaktion im Nobelhotel Baur au Lac fand aber erst am 27. Mai statt. Auch mit Einberechnung der Zeitdifferenz zu New York geht das nicht auf.
Können die Journalisten der «New York Times» in die Zukunft blicken? Die Antwort erübrigt sich. Ihr «Primeur» ist vielmehr ein Lehrstück in Sachen Public Relations.
Die Zeitung wurde offenbar von den US-Strafbehörden über die bevorstehende Aktion schon sehr früh informiert – man könnte auch sagen instrumentalisiert, bis ins letzte Detail.
Dumm nur, dass das Weltblatt die Story publiziert hat, bevor die Aktion richtig los gegangenen war.