Libor-Manipulation: Bald erste Verhaftungen

Die britische Polizei soll vor der Verhaftung der ehemaligen Trader von UBS und Royal Bank of Scotland stehen, die den Libor-Zinssatz festlegten. 

Das Verfahren wegen Manipulation des in der Finanzwelt so wichtigen Libor-Satzes (London Interbank Offered Rate) wurde im Juli vom Serious Fraud Office (Büro für Kapitalverbrechen) eröffnet. 

Der Libor ist die Basis für die Bewertung von Finanzprodukten im Wert von insgesamt rund 260 Billionen Dollar.

40 Ermittler kleben an den Fersen der Ex-UBS-Händler

Das SFO stellte 40 Personen für die Ermittlung ab und hat die Polizei der Stadt London in den Libor-Fall miteinbezogen, wie Polizeisprecher David Green gegenüber «Bloomberg» bestätigt. 

Die Nachrichtenagentur hat nun von einem Insider erfahren, dass die Staatsanwaltschaft in den nächsten Wochen jene Händler verhaften und verhören will, die bei der UBS und bei der Royal Bank of Scotland mit der Festlegung des Libor zuständig waren. «In naher Zukunft seien signifikante Entwicklungen» zu erwarten, bestätigte Green bloss.