Zurich warnt vor EM-Autokorsos
An einer Fussball-EM gehört auch der Autokorso zum Strassenbild. Der Versicherer mahnt zur Vorsicht – der Trubel ist auch ein Assekuranzstoff.
Die Zurich Versicherung wappnet sich für die bevorstehende Fussballfreude. Denn Norbert Stand, Experte bei der Zurich Versicherung, weist in einer Mitteilung darauf hin: «Wer während der Fahrt auf den Sitzen steht, im Cabrio auf dem Verdeckkasten sitzt oder sich mit dem Oberkörper aus dem Seitenfenster lehnt, riskiert nicht nur saftige Bussgelder, sondern auch ernsthafte Verletzungen.»
Etwaige daraus resultierende Schadenersatzansprüche würden sich ausserdem noch um einen Mitverschuldensanteil wegen unterlassener Eigensicherung reduzieren, so der Experte.
Haftungsgrundsätze auch während EM-Fieber klar geregelt
Auch wenn die Polizei bei den Siegesfeiern ein Auge zudrücke, ändere das im Ernstfall nichts an der Haftungsfrage. Denn im Prinzip sind die aus dem nichts auftretenden Autokorsos gar nicht erlaubt, weil sie als «unnützes Auf- und Abfahren in einer geschlossenen Ortschaft» und damit als Ordnungswidrigkeit gewertet werden können.
Gleiches gilt für das Hupen als Ausdruck von Freude – einen derartigen Einsatz lasse die Strassenverkehrsordnung eben gerade nicht zu.
Unabhängig davon gilt jedoch: «Wer im Fantrubel etwas beschädigt, muss selbstverständlich für den Schaden aufkommen», erklärt Versicherungsexperte Stand weiter. «Wird das eigene Fahrzeug während des Korsos in Mitleidenschaft gezogen und ist der Verursacher nicht mehr aufzufinden, bleibt der Geschädigte selbst auf den Kosten sitzen.»